Rittal und Eplan verleihen Productivity Award

Platz 1 für Audi und K+B


19.06.2007 Zusammen mit dem Schwesterunternehmen Eplan hat Rittal zum zweiten Mal nach 2006 den "Productivity Award 2007" vergeben. Mit dem auf 6.000 Euro dotierten Preis sind die besten Anwendungen im Bereich Technology Packaging und Engineering ausgezeichnet worden. Die beiden 1. Plätze gingen an die Unternehmen Audi und Kappenberger+Braun. Die Preisverleihung durch die hochkarätige Jury aus Deutsche Messe AG, Fraunhofer Institut, SPS-Magazin, VDMA und ZVEI fand am 14. Juni in der Herborner Unternehmenszentrale von Rittal statt. Dabei stellten Referenten aus Unternehmen und Hochschulen die neuesten Entwicklungen im Bereich Produktivitätssteigerung vor. Einen Schwerpunkt nahm die "Digitale Fabrik" ein.


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Die beiden 1. Plätze des Productivity Awards gingen an die Unternehmen Audi und Kappenberger+Braun. Platz 2 erreichte Siemens A&D. V.l.n.r.: Uwe Scharf (Rittal), Michael Breme (Audi), Jürgen Wilhelmy (Audi), Werner Schmidt (Siemens A&D), Josef Hauser (K+B), Frank Herzog (Audi), Martina Walzer (Siemens A&D), Reinhard Hüppe (ZVEI) Norbert Müller (Vorsitzender der Geschäftsführung von Rittal), Thomas Rilke (Deutsche Messe AG), Peter-Michael Synek (VDMA), Michael Richter (Fraunhofer Institut) und Kai Binder (SPS-Magazin).

 
"Die Stärken der deutschen Industrie liegen im partnerschaftlichen Zusammenspiel von Kunden, Herstellern und Lieferanten. Durch gegenseitige Offenheit und Vertrauen zueinander geschehen Quantensprünge in den Wertschöpfungsketten", betont Norbert Müller, Vorsitzender der Rittal-Geschäftsführung, bei seiner Begrüßungsrede. Der Standort Deutschland habe eine Menge Ideen, um Effizienz zu steigern. "Mit den Productivity Days wollen wir hierzu Anregungen weitergeben," so Norbert Müller.

Neben hochkarätigen Fachvorträgen zu den Top-Themen der Branche haben Rittal und Eplan im Rahmen der Productitvity Days die bundesweit besten Anwendungen im Bereich "Technology Packaging und Engineering" prämiert. Die Gewinner sind die Unternehmen Audi AG, Werkzeugbau, und das Elektrounternehmen Kappenberger+Braun.

Audi überzeugte die hochkarätig besetzte Jury mit einem für die Automobilindustrie richtungsweisenden mechatronischen Engineeringkonzept, das in verschiedenen Disziplinen wie Mechanik, Elektrik, Fluid, SPS beachtliche Einsparpotenziale erzielt und Produktionslaufzeiten drastisch verkürzt. Kappenberger+Braun wurde für eine durchgängige vertikale Integration des Engineering - von SAP bis zu Schaltschrankbohrautomaten sowie zur Kabelkonfektionierung - ausgezeichnet.

"Da viele technologisch exzellente Vorschläge für den 1. Platz zur Entscheidung standen, fiel der Jury die Auswahl für den Gewinner des Productivity Awards besonders schwer", erklärte Dipl.-Ing. Uwe Scharf, Koordinator der Productivity Days und Leiter Strategic Business Development, Rittal. "Klare Entscheidung der Jury war dann, dieses Jahr zwei erste Plätze zu vergeben." Dabei zeigen die Lösungskonzepte der beiden ersten Sieger die aktuellen Megatrends im Bereich Automatisierung und Engineering.

Platz 2 ging an Siemens A&D für eine Lösung, die das moderne Prozessleitsystem PCS7 auf Labormaßstab herunter skaliert. Damit stehen beim Anwender zukünftig alle Funktionen zur Prozesskontrolle auf Laborebene zur Verfügung. Ein entscheidender Faktor zur Verbesserung der Qualität und zur Reduzierung der Durchlaufzeiten.

Zur hochkarätigen Jury gehörten Thomas Rilke, Leiter Automation der Hannover Messe; Michael Richter, Leiter Competence Center Produktmanagement des Fraunhofer Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation, Peter-Michael Synek vom VDMA (Verband Deutscher Maschinen und Anlagenbau e.V.) Forum Mechatronik, Dr. Reinhard Hüppe, Geschäftsführer Fachverband Automation des ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik und Elektronikindustrie e.V.) sowie Kai Binder, Chefredakteur der Fachzeitschrift SPS Magazin. Die Beurteilungskriterien umfassten Innovation und Kreativität ebenso wie anschauliche Darstellung, Einsparpotential und Anwendungschancen für den Steuerungs- und Anlagenbau.

Die Productivity Days in Herborn standen ganz im Zeichen der Produktivitätsverbesserungen am Wirtschaftsstandort Deutschland. Nur durch schnelle Produkt- und Lösungsumsetzungen, waren sich die Teilnehmer der Veranstaltung sicher, lasse sich der Vorsprung gegenüber den Wettbewerbern sicherstellen. Die Referenten aus Unternehmen und Hochschulen berichteten über die derzeitigen Top-Themen - die Digitale Fabrik, baukastengestützes Engineering für variable Honapplikationen, kürzere Durchlaufzeiten im Steuerungsbau und den Technologietreiber Retail.

Eine Podiumsdiskussion zum Thema "Condition Monitoring Systeme (CMS)" ging der Frage nach, welchen Nutzen Condition Monitoring Systeme für Komponentenlieferanten, Systemintegratoren und Endanwender haben. Die Teilnehmer an der Podiumsdiskussion waren sich einig, dass CMS-Systeme für Unternehmen unverzichtbar sind, die über den Zustand ihrer Produktionsmaschinen genau informiert werden und im Störfall den Produktionsprozess gezielt zurückfahren wollen. Gerade die Prävention, so die einhellige Meinung der Teilnehme, sei sehr wichtig, um die Kontinuität der Geschäftsprozesse aufrechtzuerhalten und Kosten zu senken.

Professor Uwe Bracht von der Technischen Hochschule Clausthal beleuchtete in seinem Fachvortrag "Digitale Fabrik - aktuelle Praxis und Vision" die Notwendigkeit, Entwicklung und Produktion näher zusammenzubringen. Angesichts der höheren Marktanforderungen und eines immer schnelleren Time-to-Markets-Prinzips werde die "Digitale Fabrik", welche die Produktions- und Fabrikplanung in den Fokus rücke, eine immer wichtigere Rolle für die Unternehmen spielen. Es gelte vor allem, die Anfangsprozesse besser zu gestalten und die Gewerke früher zu koordinieren, um später Kosten einzusparen. Die Vorteile einer früheren Integrations-, Logistik- und Produktionsplanung lägen auf der Hand - eine entscheidende Verkürzung der Produktentwicklungszeiten, eine höhere Produktreife, eine bessere Planungsqualitität, ein schnellerer Anlauf sowie die anschaulichere Entwicklung von Prozessketten, Anlagenkonzepten und ganzheitlichen Produktionssystemen. Mittels Modularisierung und Flexibilisierung entlang der Lieferketten lasse sich, so Bracht, die Produktivität in Unternehmen erheblich steigern.

Jochen Kortmann von der KSV Koblenzer Steuerungs- und Verteilungsbau GmbH berichtete, wie sein Unternehmen mit Hilfe durchgehender Erfahrungsketten kürzere Durchlaufzeiten im Steuerungsbau erzielen konnte. Nach gezielten Optimierungen sei es gelungen, die Durchlaufzeiten in den letzten zehn Jahren auf die Hälfte zu reduzieren.

Peter Laudien von der Mettler-Toledo GmbH stellte in seinem Einstiegsvortrag den Technologietreiber Retail vor. Anhand einiger Beispiele zeigte er auf, wie sein Unternehmen den Einzelhandel mit effizienten Lösungen unterstütze. Die RFID-Technik spielt hier eine wesentliche Rolle, und es ist davon auszugehen, dass diese Technologien nicht nur in den Supermärkten, sondern auch in die Fabrik der Zukunft einziehen.

Insgesamt konnten über 100 Teilnehmer die Productivity Days als einzigartige Plattform zum Wissenstransfer nutzen. Erstklassige Referenten informierten aus erster Hand über die Top-Themen der Branche.




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Rittal

Die Rittal GmbH & Co. KG aus Herborn in Hessen hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 1961 zu einem global agierenden Unternehmen entwickelt. Heute ist Rittal mit mehr als 10.000 sofort lieferbaren Standard-Produkten einer der weltweit führenden Systemanbieter für Gehäuse- und Schaltschranktechnik, gefragter Partner in allen Bereichen der Industrie und des Maschinen- und Anlagenbaus sowie Trendsetter für alle Segmente des IT-Marktes. Rittal steht für zukunftsorientierte und umfassende Lösungs-, Service- und Beratungskompetenz.

Das Rittal-Produktprogramm umfasst die Bereiche Schaltschrank-Systeme, Elektronik-Aufbau-Systeme, System-klimatisierung, Stromverteilung, IT-Solutions und Communication Systems.

Unter dem Dach von Rittal International entstehen optimale Synergien für den Kunden durch einen starken Verbund mit den Marktführern Eplan (Europas Nr. 1 bei Softwarelösungen für den Maschinen- und Anlagenbau sowie die Industrie), Lampertz (führender Anbieter im Bereich physikalischer Daten- und Systemsicherung) und Litcos (Anbieter von innovativen Sicherheitskonzepten für Datensysteme). Um alle Märkte der Welt optimal zu bedienen, beliefern 19 Hightech-Produktionsstätten über 60 Tochtergesellschaften, 150 Vertriebs- und Logistik Center und über 70 Vertretungen rund um den Globus. In Deutschland leisten 22 Rittal Vertriebs- und Logistik Center flächendeckend den uneingeschränkten Service im Dienste des Kunden. Mit weltweit über 10.000 Mitarbeitern ist Rittal International das größte Unternehmen der Friedhelm Loh Group, Haiger, Hessen. Die gesamte Unternehmensgruppe beschäftigt mehr als 11.000 Mitarbeiter.


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reckziegel.a@rittal.de

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